Themenvorschläge
für die Bachelor-Arbeit
(Institut für Hirnforschung V, Abt.
Neuropsychologie & Verhaltensneurobiologie) |
- Univ.-Prof. Dr.med. Dr.phil. Manfred
Herrmann (Sprechstunde Di. 10:00-11:00)
Tel.: ++49 0421-218 68740)
- Zentral neurologische Erkrankungen und deren Einfluss auf das künstlerische Schaffen und Erleben
Am Beispiel bekannter und unbekannter Maler (Räderscheidt, Corinth, Dix, van Gogh, ...) und Komponisten (Schuhmann, ...) soll untersucht und dargestellt werden, inwieweit akute und langsam degenerative Erkrankungen des zentralen Nervensystems sowie neuropsychologische Syndrome das künstlerische Schaffen und Erleben verändern.
Thematische Abgrenzung und Vorbesprechung in der Sprechstunde (Di. 10-11, Anmeldung über Frau Muntz, 68740).
- Die neuronale Repräsentation der Mehrsprachigkeit und deren Störungen
Thematische Abgrenzung und Vorbesprechung in der Sprechstunde (Di. 10-11, Anmeldung über Frau Muntz, 68740).
- Privatdozent Dr. Thorsten Fehr (Sprechstunde n.V.)

- "Die "paradoxe Begünstigung" in Zusammenhang mit besonderen kognitiven Fähigkeiten beim Menschen"
Manche Menschen zeigen nach einer Schädigung oder teilweisen Degeneration des ZNS besondere kognitive Fähigkeiten. In dieser Arbeit soll abgewogen werden, inwieweit das Herunterregeln bestimmter Hirnregionen eine hinreichende Bedingung für die Ausprägung außerordentlicher kognitiver Spartenfähigkeiten darstellen kann.
- "Potentielle neuropsychologische Korrelate der Impulskontrollstörung."
Im klinischen Kontext wird immer wieder von neuropsychologischen Defiziten in Zusammenhang mit Impulskontrollstörungen und Verhaltensauffälligkeiten gesprochen. Vor allem werden hier neuropsychologische Leistungen aus dem Bereich der Exekutivfunktionen, wie der Inhibitionskontrolle, genannt. Ziel der Arbeit ist eine kritische Abwägung zwischen Argumenten, die für oder gegen diese Annahme sprechen.
- "Neuronale Korrelate der Entscheidungsfindung in gewaltbezogenen Situationen: Flight, Fight oder Freeze"
Die Entscheidung für eine aktive körperliche Teilnahme an gewaltbezogenen Handlungen ist bei normal sozialisierten Menschen ein Moment höchster Salienz und Erregung. Es spielen hierbei bewusst und unbewusst verarbeitete Kriterien eine wichtige Rolle. Dabei wird unverzüglich abgewogen inwieweit Flucht, Angriff oder Verharren die angemessenste Verhaltensweise darstellt. In dieser Arbeit soll kritisch diskutiert werden inwieweit bestimmte Hirnregionen beim Menschen an diesem Prozess beteiligt sein könnten.
- "Spiegelneurone, Empathie und die zerebrale Verarbeitung aggressiver sozialer Kontexte"
Spiegelneurone stehen in der Diskussion an der automatischen zerebralen Verarbeitung sozialer Kontexte beteiligt zu sein. In dieser Arbeit soll der potentielle Zusammenhang zwischen komplexen mentalen Prozessen (wie der Empathie) in aggressiven Situationen mit dem Spiegelneuronensystem kritisch diskutiert werden.
- "Entwicklungsneurophysiologische Besonderheiten bei Menschen mit besonderen kognitiven Fähigkeiten"
Es gibt Theorien darüber, dass frühe Einflüsse auf die Entwicklung des ZNS einen besonderen Einfluss auf die Ausprägung besonderer mentaler Fähigkeiten haben. In dieser Arbeit soll abgewogen werden inwieweit entwicklungsneurophysiologische Aspekte der Ontogenese eine hinreichende Erklärung für außerordentliche kognitive Spartenfähigkeiten liefern könnten.
- "Gibt es exklusive neuronale Korrelate für die Identifikation emotionaler Gesichtsausdrücke?"
Es gibt mittlerweile eine große Anzahl an Publikationen zum Thema "zerebrale Verarbeitung emotionaler Gesichtsausdrücke". Dennoch besteht Uneinigkeit darüber inwiefern einzelne Hirnbereiche in die Verarbeitung ganz bestimmter Gesichtsausdrücke wie Ekel, Trauer, Angst, Ärger oder Freude involviert sind. In dieser Arbeit soll diskutiert werden, ob ganz bestimmte Hirnbereiche mit der Verarbeitung bestimmter emotionaler Gesichtsausdrücke exklusiv in Verbindung gebracht werden können.
- "Reliabilität neuropsychologischer Testinventaren am Beispiel der Stroop Interferenzaufgabe."
Es konnte wiederholt gezeigt werden, dass Leistungsparameter in Bezug auf die Stroop-Interferenz-Aufgabe zu reliablen Ergebnissen führen, wenn kongruente und inkongruente Bedingungen getrennt analysiert wurden. Der sogenannte Stroop-Effekt (Differenz zwischen Leistungsmaßen der inkongruenten und kongruenten Bedingung) zeigte jedoch schwache oder keine ausreichende Re-Test-Reliabilität. Ziel der Arbeit soll eine Diskussion über potentielle Gründe für dieses Phänomen sein.
- "Eignet sich das LPP (Late Positive Potential) als hinreichender Indikator für die neuronale Verarbeitung emotionaler Informationen?"
Das LPP (Late Positive Potential) ist eine der meistdiskutierten EKP-Komponenten in Zusammenhang mit der Verarbeitung emotionaler Informationen. Gegenstand der Arbeit soll eine kritische Diskussion darüber sein, inwieweit diese Komponente hinreichenden Informationsgehalt zur Erforschung neuronaler Korrelate emotionaler Informationsverarbeitung birgt.
- "Die Stroop Interferenzaufgabe – Existieren hinreichende neuronale Korrelate?"
Neuronale Korrelate der Stroop-Interferenzaufgabe wurden in verschiedenen Studien untersucht. Viele Studien identifizierten das Anteriore Cingulum (ACC) als zentrale Instanz bei der entsprechenden neuronalen Verarbeitung. Inwiefern kann der ACC ein hinreichendes neuronales Moment bei der Stroop-Interferenzlösung darstellen? Dieser Frage soll anhand einer kritischen Literaturdiskussion nachgegangen werden.
- "Entwicklungsneurophysiologische Korrelate des Kindes- und Jugendalters in Zusammenhang mit der Reifung von Hirnregionen, die in Zusammenhang mit exekutiven Funktionen diskutiert werden."
Hängen exekutive Leistungen und Hirnreifungsparameter miteinander zusammen oder handelt es sich nur um eine qualitative Verschiebung individueller Strategien? Es gibt nur wenige Längsschnittstudien und einige Querschnittstudien, die dieses Thema zumindest anreißen. Ziel der Arbeit soll eine kritische Abwägung der empirischen Grundlagen darüber sein, inwieweit ein Zusammenhang zwischen Hirnreifung und exekutiv-kognitiver Leistungsfähigkeit im Kindes- und Jugendalter besteht.
- Dr.rer.nat. Dipl.-Psych. Daniela Galashan (Sprechstunde Di.
08:00-10:00)

- Modulationen der N2pc-Komponente im Kontext selektiver visueller Aufmerksamkeit
Die im EEG messbare N2pc-Komponente ("N2-posterior-contralateral") wird mit Aufmerksamkeitsselektions-Mechanismen in Zusammenhang gebracht. Es soll untersucht werden, wie und wodurch diese Komponente in Aufgaben zur selektiven visuellen Aufmerksamkeit moduliert werden kann.
- Bildgebende Befunde zu Stimulus-Stimulus-Konflikten
Enthält ein Stimulus(set) Informationen, die unterschiedliche Reaktionen implizieren, dann ruft dies einen Konflikt hervor. Die richtige Reaktion auf den Zielreiz steht dann im Konflikt mit der "falschen" Reaktion auf den ablenkenden Stimulus. In dieser Arbeit soll diskutiert werden, welche Hirnareale vornehmlich mit der Verarbeitung dieser Art von Konflikten betraut sind.
- Elektrophysiologische Befunde zu Stimulus-Stimulus-Konflikten
Enthält ein Stimulus(set) Informationen, die unterschiedliche Reaktionen implizieren, dann ruft dies einen Konflikt hervor. Die richtige Reaktion auf den Zielreiz steht dann im Konflikt mit der "falschen" Reaktion auf den ablenkenden Stimulus. In dieser Arbeit soll diskutiert werden, welche elektrophysiologischen Befunde es zur Verarbeitung dieser Art von Konflikten gibt und was dies für die Verarbeitung dieser Konflikte im Gehirn bedeutet.
- Bildgebende Befunde zur Rolle des anterioren cingulären Kortex bei der Verhaltenssteuerung
In bildgebenden Studien wurde der anteriore cinguläre Kortex (ACC) in den letzten Jahren zunehmend mit kognitiven Kontrollprozessen in Verbindung gebracht. Es soll diskutiert werden, bei welchen Arten von kognitiven Prozessen der ACC bzw. seine Subareale mit beteiligt sind und wie der Beitrag des ACC zur Verhaltenssteuerung aussieht.
- Julia Siemann, M.Sc. Neurosciences, B.Sc. Psychologie (Sprechstunde Mo. 14:00-15:00)

- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Eriksen Flanker Effekt und dem Stroop Effekt
Bei der Reaktion auf relevante Zielreize kommt es zur Interferenz, wenn simultan präsentierte irrelevante Reize mit dem Stimulus und oder der Antwort überlappen und abweichende Informationen enthalten. Zwei prototypische Interferenz-Aufgaben sind zum einen die Eriksen-Flanker Aufgabe, in der ein Ziel-Buchstabe von abweichenden Buchstaben flankiert wird, und die Stroop-Aufgabe, in der auf die Farbe eines Farbwortes reagiert werden muss. Diese beiden Aufgaben weisen sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede auf (z.B. in der Lokation des Konfliktes; Stimulus-Stimulus vs. Stimulus-Response-Konflikt). In der Thesis sollen diese Aspekte herausgearbeitet werden. Hierzu können beispielsweise auch Studien zu den ERP-Korrelaten der beiden Effekte herangezogen werden.
- Ist der Stroop Effekt beschränkt auf Farb-Worte? Vergleich der ERP-Korrelate verschiedener Varianten der Stroop Aufgabe
Bei der Reaktion auf die Farbe eines Farbwortes kommt es zur Interferenz, wenn das Farbwort eine abweichende Farbe benennt. Neben diesem klassischen Stroop-Test sind zahlreiche andere Versionen entstanden, beispielsweise der Picture-Wort StroopTest (Antwort auf ein Wort, welches innerhalb eines Bildes präsentiert wird) oder der Local-Global Stroop Test (Antwort auf die Identität eines (lokalen) Buchtaben, welcher in Vielzahl auftritt, um einen großen (globalen) Buchstaben zu formen) . Inwieweit diese alternativen Aufgaben die gleichen Charakteristika wie der klassische Test aufweisen, soll in dieser Thesis auch unter Zuhilfenahme verschiedener EEG-Studien erörtert werden.
- Die Rolle exekutiver Funktionen in der experimentellen Erfassung der Theory of Mind
Die Theory of Mind (ToM) beschreibt die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinversetzen und ihre Perspektive übernehmen zu können. Zur Testung des Vorhandenseins einer ToM gibt es verschiedene experimentelle Designs, die jeweils Teilgebiete erfassen (z.B.: False-Belief Test; Appearance-Reality Test). Problematisch ist hierbei allerdings oft, dass die zu untersuchenden Probanden den Anforderungnen an die exekutiven Funktionen nicht gerecht werden können, beispielsweise Kleinkinder oder Menschen mit Störungen der exekutiven Funktionen. Ziel der Thesis ist es, diese Problematik näher zu erläutern und mögliche Lösungen in der Literatur aufzuzeigen und in Hinblick auf die hergeleitete Theorie kritisch zu hinterfragen.
- Dipl.-Psych. Margarethe Korsch (Sprechstunde Di. 11:00-12:00)

- Der Einfluss transkranieller Magnetstimulation auf die Verarbeitung von Konfliktaufgaben.
Die Transkranielle Magnetstimulation (TMS) bietet die Möglichkeit temporär kortikale Areale zu stimulieren bzw. zu inhibieren. So lässt sich untersuchen, inwieweit bestimmte kortikale Bereiche mit der Verarbeitung einzelner Aufgaben zusammenhängen. In dieser Arbeit soll zusammengefasst werden, inwieweit es möglich ist mittels TMS die Prozessierung von Konfliktsituationen (am Beispiel des Flanker-/Simon-und Stroop-Paradigmas) zu beeinflussen. Ebenfalls soll diskutiert werden, welche neuronalen Netzwerke der Konfliktverarbeitung zu Grunde liegen.
- Die funktionelle Neuroanatomie der Konfliktverarbeitung im Rahmen gesunder Alterungsprozesse.
Im Laufe des Lebens unterliegen unsere kognitiven Leistungen einigen Veränderungen. In dieser Arbeit soll diskutiert werden, inwieweit sich die Verarbeitung von Konflikten (am Beispiel des Flanker-/Simon-und Stroop-Paradigmas) im gesunden Alter verändert. Des weiteren soll anhand von fMRI-Studien diskutiert werden, ob und wie diese Veränderungen auf neuronaler Ebene reflektiert sind.
- Die Ereigniskorrelierten Potentiale (ERP) der Konfliktverarbeitung im Rahmen gesunder Alterungsprozesse.
Im Laufe des Lebens unterliegen unsere kognitiven Leistungen einigen Veränderungen. In dieser Arbeit soll diskutiert werden, inwieweit sich die Verarbeitung von Konflikten (am Beispiel des Flanker-/Simon-und Stroop-Paradigmas) im gesunden Alter verändert. Des weiteren soll beschrieben werden inwieweit sich ERPs, die mit der Konfliktverarbeitung im Zusammenhang stehen, im Alter verändern.
- Das "Default Mode" Netzwerk bei Patienten mit Mild Cognitive Impairment.
Was macht unser Gehirn wenn wir nichts tun? Untersuchungen zeigen, dass es ein bestimmtes Netzwerk gibt, das typischerweise aktiviert ist, wenn wir uns im "Ruhezustand" befinden. In dieser Arbeit soll diskutiert werden, inwieweit dieses Netzwerk im Rahmen gesunder und pathologischer Alterungsprozesse verändert ist.
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Praktikumsvereinbarung
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Praktikumsordnung (pdf-file)* |
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